Robert Bosch Stiftung verfeinert Antragsmanagement

Die Robert Bosch Stiftung hat zu Beginn letzten Jahres ihren zweistufigen Antragsprozess stärker in Richtung Wirkungsorientierung formalisiert. Fordert die Stiftung nach einer positiv bewerteten Anfrage zur Erstellung eines vollständigen Antrages auf, so sollten bereits in der Projektbeschreibung die wesentlichen Elemente einer Wirkungslogik nach dem SRS-Schema sichtbar werden: Nach Problemdarstellung und Schilderung der Ausgangssituation wird die Profilierung des eigenen innovativen Ansatzes gegenüber anderen bereits erprobten Problemlösungsstrategien abgefragt. Danach müssen geplante Aufwände, Leistungen und Auswirkungen auf die Zielgruppen aufgeführt und Maßnahmen zum mitlaufenden Projektmonitoring festgelegt werden. Diese Hürde zu nehmen fällt nicht allen Antragstellern leicht, weswegen die Bosch Stiftung entsprechende Unterstützungsleistungen anbietet.

Nach Aussage von Frieder Bürkle, im Team Prozesse und Evaluation der Bosch Stiftung tätig, ergibt sich nach einem dreiviertel Jahr Erfahrung mit dem wirkungsorientierten Projektantrag “noch kein fertiges Bild”. Zu unterschiedlich sei die institutionelle Aufstellung der Antragsteller und der Detaillierungsgrad der Einreichungen. In jedem Fall sei es hausinterne Praxis, Antragsteller bei Unsicherheiten zu unterstützen und z.B. Projekt-Meilensteine und Wirkungsziele gemeinsam festzulegen. Die neue Vorgehensweise soll, so Bürkle, die “nachhaltige Wirksamkeit der Stiftungsarbeit langfristig erhöhen. Wir betrachten Wirkungsorientierung als Steuerungskreislauf, der ein gegenseitiges Lernen ermöglicht.” Entsprechend ist auch der Abschlussbericht einem stärker strukturierten Fragebogen gewichen, der im Projektrückblick den Abgleich mit den ursprünglichen Vorstellungen und Wirkungszielen ermöglicht.

Social Reporting Standard | Wirkungsorientierte Berichterstattung für soziale Organisationen