Rückblick: Social Impact Camp #02 MUC

Foto: Klaus D Wolf

Retrospektive zum Camp als Download.

Das Social Impact Camp in München am 22. Juni erfreute sich großer Beliebtheit: Zum zweiten Mal trafen sich knapp 90 VertreterInnen aus gemeinnützigen Vereinen, Sozialunternehmen, der Wohlfahrt und kommunaler Verwaltung, um sich zum Thema Wirkung auszutauschen.

Wirkungsorientierung als Herausforderung

Der lauter werdende Ruf nach mehr Transparenz, Effizienz und Effektivität übt starken Druck auf soziale Organisationen aus. Der Wandel hin zu mehr Wirkungsorientierung ist somit kein einfaches Unterfangen. Jan Engelmann, Geschäftsführer des Vereins Social Reporting Initiative e.V., vermisst insbesondere Möglichkeiten zum gemeinsamen Lernen: "Wir haben den Eindruck, dass im deutschsprachigen Raum Plattformen für den kollegialen Austausch zum Thema Wirkung fehlen". Für eben diesen Zweck hat der Verein das Social Impact Camp ins Leben gerufen.

Das Social Impact Camp zeigt, dass es auch anders geht

Der vertrauensvolle Austausch auf Augenhöhe ist ein wesentlicher Bestandteil des Camps: Teilnehmende bringen im offenen Barcamp-Format eigene Programmschwerpunkte ein und beraten einander zu Methoden der Wirkungsmessung. Der Erfahrungsaustausch macht deutlich, wie sich die Wirkungsanalyse zu einem strategischen Werkzeug entwickeln kann, welches der eigenen Organisation einen entscheidenden Steuerungsvorteil bringt und mit einem internen Kulturwandel einhergeht.

Ein Beispiel hierfür ist das österreichische Bundeskanzleramt, das die eigene Steuerung anhand von über 120 Wirkungszielen und 1000 Indikatoren neu ausrichtet. Alexander Grünwald, Referent für wirkungsorientiertes Verwaltungsmanagement am Bundeskanzleramt, verdeutlicht das Potenzial dieses Ansatzes:

"Die in der österreichischen Bundesverwaltung seit 2013 angewandte wirkungsorientierte Verwaltungssteuerung unterstützt nicht nur eine effiziente und effektive Umsetzung politischer Ziele in Verwaltungshandeln, sondern eröffnet auch Freiräume für Innovation und intersektoraler Kollaboration zur Lösung aktueller und zukünftiger Herausforderungen."

Zum Abschluss des Social Impact Camps waren sich alle einig: Der gemeinsame Austausch hat gerade erst begonnen und es besteht großer Bedarf, diesen in weiteren Veranstaltungen fortzusetzen.

Das Social Impact Camp ist eine Initiative der Social Reporting Initiative e.V. mit jeweils lokalen Partnern. In München waren dies das SoNet- Soziales Netzwerk München und das Bildungsnetzwerk BiNet sowie das Impact Hub München und die Social Entrepreneurship Akademie.

Hier können die Präsentationen zu einzelnen Sessions herutergeladen werden:

Lebensqualität messen. Von Konrad Bartsch (xit GmbH)

Crowdfunding Stiftungen. Von Markus Sauerhammer (startnext/ SEND)

Praxisbericht Wirkungsorientierung. Von Sandra Mittag (Gesellschaft macht Schule) und Clifton Grover (Stiftung Kick ins Leben)

Wirkungsorientierung und intersektorale Partnerschaften. Von Sarah Ulrich (Educaion Y)

Hello Impact Investing. Bye bye Fundraising? Von Ursula Becker-Peloso (Munich Fundraising School)

Kannst du das kurz noch eine Evaluation zu machen? Von Eva Dirr (Rock you life!)

Social Impact im Profitbereich. Von Peter Stepanek (FH Campus Wien)

SEND-Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland. Von Markus Sauerhammer (startnext, SEND)

Konzept worldcafe. Von Pat Munro (worldcafe Europe)

Social Reporting Standard | Wirkungsorientierte Berichterstattung für soziale Organisationen