Über uns

Gutes zu tun und die Gesellschaft zum Positiven zu verändern ist unser gemeinsames Anliegen. “Tue Gutes und rede darüber”, sagt man so schön, aber wie macht man das eigentlich?

Seit 2011 arbeiten wir, eine Gruppe von Wissenschaftlern, sozialen Investoren, und Non-Profit-Organisationen, im Rahmen der Social Reporting Initiative e.V. daran, miteinander die Resultate von Engagement im sozialen Sektor sichtbar und vergleichbar zu machen. Gerne möchten wir Ihnen Vorteile und Möglichkeiten dessen aufzeigen - und Sie für ein Mitwirken begeistern.

Gesellschaftliche Herausforderung

In Deutschland richtet sich die Mittelvergabe bei einem Großteil der Förderer auf quantifizierte Leistungsnachweise (Output). Diese geben jedoch nur unzureichende oder gar keine Hinweise darauf, ob die beabsichtigten Veränderungen bei den Zielgruppen erreicht wurden – sprich: ob die geförderten Projekte eine positive Wirkung (Outcome) erreichen. Und was nicht nachgefragt wird, wird häufig auch nicht erhoben. Somit besteht kaum Wissen darüber, was mit den eingesetzten Ressourcen tatsächlich bewirkt wird und die Wirkungsorientierung in der Zivilgesellschaft in Deutschland ist gering.

Fehlende Transparenz

Die fehlende Transparenz über Wirkungen verhindert zudem, dass Organisationen von und miteinander lernen und gemeinsam ganzheitliche Lösungen für gesellschaftliche Probleme entwickeln. Der Wert der sozialen Arbeit bleibt stattdessen unsichtbar und das Image des Non-Profit-Sektors als reiner „Kosten-Posten“ wird befördert. 

Wirkung braucht Zeit

Wirkungsorientierung geht nicht von heute auf morgen, es braucht Zeit, um die richtigen Schlüsse aus Wirkungsanalysen zu ziehen. Es braucht praktische Erfahrungen um zu lernen, ein gemeinsames Verständnis sowie einen realistischen Blick dafür aufzubauen, wie erreichte Wirkungen zu bewerten sind.

Bisher stehen kaum niedrigschwellige Instrumente zur Verfügung, mit derer Hilfe sich Organisationen dem Thema Wirkung in kleinen Schritten und ohne großen Ressourcenaufwand annähern können. Die ersten Hürden sind oft zu hoch, sodass theoretische Konzepte in der Praxis vielfach unangetastet bleiben. Der Verein Social Reporting Initiative schließt mit dem Social Reporting Standard (SRS) diese Lücke.

Bedarf unserer Zielgruppen

Übergeordnet lassen sich zwei Zielgruppen unterscheiden: „die Zuwendungsgeber“ und die „Zuwendungsnehmer“.

Zuwendungsgeber

Zu der Zuwendungsgeber-Seite zählen die öffentliche Hand, z.B. Ministerien, Kommunen, Senat und soziale Investoren, z.B. Förderstiftungen, Unternehmen oder Privatpersonen.

Zuwendungsgeber möchten...

  • eine geeignete Wissensgrundlage, um Projekte zu vergleichen und finanzielle Mittel in erster Linie wirkungsorientiert zu vergeben
  • wissen, wie die von ihnen bereit gestellten finanziellen Mittel von den Zuwendungsnehmern verwendet werden
  • ihre eigene Wirkung kommunizieren und ggf. in einem eigenen Jahresbericht darstellen

Zuwendungsnehmer

Zu den Zuwendungsnehmern zählen alle Organisationen mit sozialem/ökologischem Geschäftszweck, die selbst operativ soziale/ökologische Projekte durchführen. Darunter fallen soziale Initiativen, Vereine, operative Stiftungen und gemeinnützige GmbHs.

Zuwendungsnehmer möchten...

  • das Thema Wirkung leicht in ihre Praxis integrieren können
  • ihre Wirkungslogik reflektieren und von innen heraus eigene Ansätze für Wirkungsanalysen entwickeln, die für ihre Organisation passgenau sind
  • ihre eigene Wirkung kommunizieren und in einem Jahresbericht darstellen
  • einen einzigen Jahresbericht schreiben und an alle Zuwendungsgeber schicken

Vision

Der SRI e.V. setzt sich für eine wirkungsvolle Zivilgesellschaft ein und dafür, dass deren Mehrwert in der Gesellschaft sichtbar wird.

Dieser Zustand ist erreicht, wenn soziale Investoren Wirkungsbelege ihrer geförderten Organisationen auf Basis einer einheitlichen Struktur nachfragen, Wirkungsindikatoren Einfluss auf die Vergabe von Mitteln haben und Mittelempfänger optimal dabei unterstützt werden, ihre gesellschaftlichen Ziele zu verwirklichen.

Vision des SRI e.V.

Mission

Was wir tun, damit unsere Vision einer wirkungsvollen Zivilgesellschaft Realität wird:

I. Wir haben eine einheitliche Struktur zur Darstellung von Wirkungen entwickelt: den SRS-Leitfaden.

Dieser Leitfaden gibt Antwort auf die Frage, wie wir über Wirkungen reden wollen. Der SRS-Leitfaden ist anschlussfähig an andere Berichtstandards, auch über nationale Grenzen hinweg. Die entwickelte Struktur wird stetig optimiert und weiterentwickelt. Dies erfolgt partizipativ unter Einbindung der Zielgruppen. Der SRS ist frei für alle Interessierten zugänglich.

II. Wir setzen uns für die Verbreitung dieser Struktur ein.

Nur wenn diese Struktur ausreichend Akzeptanz findet - Mittelgeber diese Struktur nachfragen und Organisationen nach dieser berichten - entfaltet sie ihren gesellschaftlichen Nutzen. Die Verbreitung erfolgt über die Website, Präsenz auf Veranstaltungen, Bespielung zentraler Werbekanäle, Artikel, Fachmessen, Konferenzen, die zielgerichtete Vorstellung in relevanten Gremien und die Gewinnung von Fürsprechern.

Der SRS Leitfaden wird vom SRI e.V. unter der Lizenz Creative Commons BY-ND 3.0 veröffentlicht. Der Leitfaden kann kostenfrei genutzt und verbreitet werden, insofern der SRI als Herausgeber genannt wird.

III. Wir unterstützen Zuwendungsnehmer und Zuwendungsgeber dabei, ihre eigene Wirkung zu reflektieren und nach außen darzustellen.

Alle Organisationen sollen in der Lage sein, die Struktur für sich zu nutzen und anhand dieser ihre Wirkungslogik zu reflektieren. Dafür werden ihnen, entsprechend ihrer Bedürfnisse, Hilfswerkzeuge oder Unterstützungsleistungen zur Verfügung gestellt. Wir fördern und unterstützen Dritte in ihren Beratungs- und Dienstleistungen zur Anwendung oder Implementierung der Struktur, laden zu Kooperationen ein und stellen unsere Expertise all denjenigen zur Verfügung, die sich für das gemeinsame Ziel – die Verbreitung der einheitlichen Struktur – einsetzen.

IV. Wir setzen uns für die Qualitätssicherung ein.

Der SRI e.V. empfiehlt den Anwendern des SRS Leitfadens, die Struktur des SRS klar erkennbar einzuhalten. Außerdem sollen folgende allgemeine Grundsätze für die Berichterstattung nach SRS eingehalten werden:

  • Vergleichbarkeit: Jedes Jahr sollte möglichst der gleiche Berichtszeitraum gewählt werden.
  • Quellenangaben: Quellen unterstützen die Verlässlichkeit der Aussagen.
  • „Comply or explain“: Es sollte zu allen im SRS Leitfaden aufgeführten Inhalten berichtet werden. Abweichungen sollten begründet werden.

Der SRI e.V. prämiert jedes Jahr herausragende SRS-Anwenderberichte. Ausgezeichnete Berichte nach SRS-Vorgaben müssen eine kohärente Wirkungslogik und tatsächlich erreichte Wirkungen (Outcome oder Impact) enthalten und eine klar erkennbare Struktur nach SRS vorweisen. Falls Abweichungen von dieser Struktur vorgenommen wurden, sind diese nachvollziehbar zu begründen.

Die tatsächlich erreichten Wirkungen der Organisationen werden derzeit nicht bewertet. Eine Zertifizierung ist für die Zukunft denkbar. Bis zu diesem Zeitpunkt wird die Qualität des SRS über die Auswahl qualitativ hochwertiger Partner und Multiplikatoren sowie deren Qualifizierung gesichert.

Social Reporting Standard | Wirkungsorientierte Berichterstattung für soziale Organisationen